HTAcademy-Stipendium erstmalig an Berliner Forscherin vergeben
Die Nachwuchswissenschaftlerin Dimitra Panteli erhält das in diesem Jahr zum ersten Mal vergebene HTAcademy-Stipendium des Arzneimittelherstellers Pfizer. Sie wird sich mit Fragen von Gleichheit und Gerechtigkeit im Spannungsfeld der HTA-Methodiken und deren sozialen Auswirkungen auseinandersetzen. Dimitra Panteli wird von Professor Reinhard Busse betreut, der das Institut für Technologie und Management in Berlin leitet.
Die Nachwuchswissenschaftlerin Dimitra Panteli ist die erste Preisträgerin des HTAcademy-Stipendiums.Der Projektvorschlag der in Berlin lebenden Griechin mit dem Titel "Addressing equity in HTA Production: An analysis of equity aspects within current HTA domains and possible tools for creating more equitable assessments" wurde aus insgesamt elf eingereichten Bewerbungen als beste von dem unabhängigen Beirat bewertet. Dimitra Panteli hatte sich bereits im Rahmen ihrer Masterarbeit für den Studiengang Health and Society an der Berliner Charité mit dem Thema "Equity" beschäftigt, das heißt Fragen von Gleichheit und Gerechtigkeit im Spannungsfeld der HTA-Methodiken. Sie untersuchte dabei, wie geschlechtsspezifische Aspekte in HTAs zurzeit berücksichtigt werden. Die einjährige Förderperiode des HTAcademy-Stipendiums will sie nutzen, um ihr Forschungsprojekt zu bearbeiten, das Teil der geplanten Promotion bei Professor Busse sein wird.
"Ich bin sehr daran interessiert, wie man HTA-Prozesse und -Techniken verbessern kann", sagte Dimitra Panteli bei der Preisverleihung. Das sei für die ausgebildete Ärztin der Hauptgrund gewesen, sich für diesen Forschungszweig zu entscheiden und Stethoskop gegen Statistikprogramme und Literatur-Recherchen einzutauschen.
Pfizer sieht den systematischen Prozess des HTA als ein wichtiges Instrument, dessen Methodik ständig überprüft und weiterentwickelt werden müsse. Professor Albrecht Encke, Präsident der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF) unterstützt das Engagement von Pfizer als Beiratsmitglied der HTAcademy. "HTA ist international fest etabliert, in Deutschland aber trotz der Anbindung an das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) bisher nicht genügend bekannt und akzeptiert", so Professor Encke. "Die ideelle und materielle Förderung der methodischen Forschung und Anwendung von HTA erscheint deshalb dringend geboten und wird von der AWMF nachdrücklich unterstützt."
Die Ausschreibungsunterlagen für die nächste Förderperiode 2010/11 werden Ende des Jahres zur Verfügung stehen. Die Ausschreibung richtet sich an Gesundheitsökonomen, Mediziner, Medizinethiker oder andere Fachrichtungen, die sich mit der Bewertung medizinischer Verfahren beschäftigen. Die Förderung läuft über einen Zeitraum von zwölf Monaten und ist pro Forschungsprojekt mit insgesamt 20.000 Euro dotiert. Zusätzlich erhält der Stipendiat eine Unterstützung für wissenschaftliche Kongresse und Forschungsaufenthalte im Ausland in Höhe von 5.000 Euro.
Quelle: Pressemeldung Pfizer Pharma GmbH
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