Die Wanderausstellung DISCOVER INDUSTRY besucht Anfang März 2026 das Gymnasium Neuenbürg und das Schiller-Gymnasium Pforzheim. In jeweils 90-minütigen, praxisorientierten Rundgängen und Workshops experimentieren Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 7 mit Bionik und visuellen KI-Systemen. Sie digitalisieren reale Objekte per 3D-Scan, nutzen Digitalmikroskope und fertigen Prototypen auf 3D-Druckern. Unter Anleitung von Fachkräften erleben sie moderne Produktionsabläufe und stärken dabei Problemlösungs- sowie Teamkompetenz. Und sie entdecken IoT-Anwendungen, Machine Learning und industrielle Vernetzung.
Inhaltsverzeichnis: Das erwartet Sie in diesem Artikel
Coaches begleiten Klassen 90-minütige Rundgänge im MINT-Truck vor Ort

Modell der Smart Factory (Foto: Baden-Württemberg Stiftung gGmbH)
Teilnehmer Klassen treffen sich auf dem Parkplatz der Stadthalle Neuenbürg beziehungsweise am Schiller-Gymnasium Pforzheim und steigen in den DISCOVER INDUSTRY-Truck für einen 90-minütigen interaktiven Rundgang. Unter Anleitung von Chemielaborantin Kathrin Graw, Biologe Marcel Michel und Chemielaborant Marco Umstätter erkunden die Schülerinnen und Schüler moderne Fertigungsschritte, entwickeln technisches Verständnis und erfahren praxisnah, wie MINT-Berufe im Kontext von Industrie 4.0 und Digitalisierung ineinandergreifen. Gemeinsam erproben die Gruppen innovative Technologien und knüpfen Netzwerke.
Schülerinnen und Schüler trainieren kreatives Denken mithilfe von KI-Experimenten
Teilnehmer übernehmen Startup-Rollen und entwickeln auf Tablets digitale Mindmaps als Innovationslandkarten. Anschließend experimentieren sie mit einem visuellen KI-Interface, um neuronale Netzwerke und deren Entscheidungswege praktisch nachzuvollziehen. Parallel erforschen sie bionische Konstruktionsprinzipien aus der Natur und adaptieren sie für technologische Prototypen. In hands-on Versuchen kombinieren sie biologisches Vorbildstudium mit rapidem Prototyping, um kreative Problemlösungen zu generieren und ihre ingenieurwissenschaftlichen Kompetenzen praxisnah zu vertiefen. Zusätzlich schulen sie interdisziplinäres Denken und Teamarbeit effektiv.
Mitmachen Stationen: 3D-Scan, Digitalmikroskop, 3D-Druck, Roboterprogrammierung, RFID und VR-Montage
In fünf interaktiven Lernstationen durchlaufen die Schülerinnen und Schüler verschiedene Phasen: Zuerst erfassen sie reale Gegenstände mittels 3D-Scanning und konvertieren diese in virtuelle 3D-Modelle. Danach analysieren sie Materialproben am Digitalmikroskop und erstellen Prototypen mit dem 3D-Drucker. Anschließend programmieren sie einen Industrieroboter, konfigurieren eine smarte RFID-gestützte Produktionsanlage und montieren Bauteile per VR-Brille in einer virtuellen Lagerlandschaft. Teilnehmer gewinnen praxisnah technisches Verständnis, stärken Kreativität und Teamfähigkeit und erhalten Einblicke in vielfältige MINT-Anwendungen.
Bionik-Workshop simuliert Elefantenrüssel-Prinzip und steuert Roboterarm mit Mikrokontrollern eigenständig
Im Obergeschoss des mobilen Lernlabors erweitern Jugendliche ihre MINT-Kompetenzen: Im CAD-Atelier gestalten sie mithilfe spezialisierter Software komplexe 3D-Modelle und setzen diese via 3D-Druckverfahren um. Gleichzeitig entwickeln sie in bionischen Sessions einen elefantenrüssel-inspirierten Roboterarm inklusive Mikrocontroller-Logik. Zusätzlich trainieren sie ein visuelles KI-Tool, um Objekte zu erkennen, und untersuchen Anwendungsgebiete von Data-Science-Analysen in automatisierten Industrieprozessen. Die Module fördern kritisches Denken, Programmierkenntnisse und Teamarbeit sowie geben praxisnahe Einblicke in berufliche Anforderungen der Industrie.
Vernetzte Produktion kombiniert Mensch, Maschine und digitale Technologien effizient
Im Zeitalter von Industrie 4.0 stehen Machine Learning, Internet of Things und Data Science im Zentrum smart produzierender Unternehmen. Vernetzte Fertigungslinien verlangen neben Klassikern wie Maschinenbauern zunehmend Softwareentwickler, Data Scientists und UX-Experten, um komplexe Systeme zu programmieren und nutzerfreundlich zu gestalten. Der DISCOVER INDUSTRY-Truck eröffnet Schülern praxisnahe Einblicke in digitale Produktionsabläufe, zeigt Simulationen, 3D-Prototyping und automatisierte Logistikprozesse und verdeutlicht so zukünftige Berufsfelder anschaulich, realistische Karrieremöglichkeiten auf. Praxisorientierte Workshops runden den Eindruck ab.
Arbeitgeberverband Südwestmetall und BA bieten Schülern kostenfrei interaktive MINT-Berufswahl-Unterstützung
Gefördert von der Baden-Württemberg Stiftung, dem Arbeitgeberverband Südwestmetall und der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit vernetzt das Bildungsangebot COACHING4FUTURE schulische Berufsorientierung mit praxisrelevanten Inhalten. Über die Website www.coaching4future.de erhalten Jugendliche Zugang zu einem interaktiven Karrierenavigator, der ihnen hilft, ihre Stärken zu erkennen und gezielt weiterzuentwickeln. Außerdem stehen umfangreiche Bewerbungstipps zur Verfügung und es werden duale Studien- und Ausbildungsangebote in den MINT-Fächern transparent dargestellt.
Truck-Erlebnis steigert Interesse an Zukunftsberufen, fördert Teamwork und Entscheidungskompetenz
In interaktiven Workshops des DISCOVER INDUSTRY-Trucks probieren Schülerinnen und Schüler vielfältige Technologien aus und erwerben konkrete technische Fertigkeiten in den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik. Die Mischung aus praxisnahen Experimenten, digitaler Simulation und Teamprojekten stärkt Problemlösekompetenzen und regt zur Beschäftigung mit Branchenentwicklungen an. Durch das praxisorientierte Erleben erhalten Jugendliche umfassende Einblicke in Berufsprofile und treffen fundierte Entscheidungen für ihre berufliche Zukunft in Baden-Württembergs MINT-Sektor. Es fördert langfristig Talententwicklung und Motivation.

