Die Verlängerung der Förderung für die Koordinierungsstelle ArbeiterKind.de an der HWG Ludwigshafen durch die Landesregierung Rheinland-Pfalz wird um zwei weitere Jahre beschlossen und mit einer jährlichen Steigerung auf 80.000 Euro versehen. Ziel der Förderung ist es, junge Menschen aus nichtakademischen Familien gezielt beim Studienstart zu unterstützen. Wissenschaftsminister Clemens Hoch und Koordinatorin Antonia Diaco heben die Bedeutung für Chancengleichheit hervor. Landesweit bieten sechs Regionalgruppen kostenfreie, niedrigschwellige Informations- und professionelle Mentoringangebote.
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Initiative ArbeiterKind.de unterstützt junge Menschen aus nichtakademischen Familien erfolgreich
ArbeiterKind.de ermöglicht Schülerinnen und Schülern ohne akademische Herkunft einen niederschwelligen Zugang zu Studieninformationen und kompetenter und persönlicher Begleitung. Ehrenamtliche Mentorinnen und Mentoren teilen ihre Erfahrungen, bieten regelmäßigen Einzelgespräche, Workshops und Online-Seminare an und beantworten Fragen zum Studienalltag. Die Initiative unterstützt bei der Einschreibung, Stipendienbewerbung und umfassenden Studienfinanzierung. Von der ersten Studienorientierung bis zum erfolgreichen Berufseinstieg begleitet sie kontinuierlich. Sie reduziert Vorbehalte gegenüber akademischen Laufbahnen und fördert so soziale Diversität nachhaltig.
Landesregierung stärkt Begleitung nichtakademischer Studentenr jetzt mit höherer Förderung
Auf Initiative der Landesregierung Rheinland-Pfalz wird die HWG Ludwigshafen weiterhin als Regionalbüro von ArbeiterKind.de unterstützt: Die Koordinierungsstelle erhält zwei Jahre zusätzliche Förderung und ein erhöhtes Budget von jährlich 80 000 Euro für Personal- und Sachausstattung. Diese Entscheidung soll die nachhaltige Betreuung und Beratung von Studieninteressierten aus nichtakademischen Familien sichern und Ehrenamtlichen ermöglichen, ihre Workshop- und Informationsangebote in Rheinland-Pfalz auszubauen. Dadurch werden spezifische Bedarfe systematisch adressiert und Barrieren für Studieninteressierte erfolgreich abgebaut.
Initiative ergänzt offizielle Beratungsstrukturen mit Mentoring aus ähnlichen Biografien
Seit 2008 etabliert ArbeiterKind.de ein flächendeckendes Ehrenamtsnetzwerk, das Jugendlichen aus nichtakademischen Familien niedrigschwellige Studienberatung und persönliche Begleitung bietet. Freiwillige Mentorinnen und Mentoren unterstützen mit Workshops, Einzelgesprächen und Informationsveranstaltungen bei Studienwahl, -finanzierung und Übergang zum Hochschulalltag. Das Programm ergänzt staatliche Beratungsangebote durch praxisnahe Vorbilder und individuelle Erfahrungsweitergabe. Ziel ist es, Bildungsbarrieren abzubauen, Vertrauen aufzubauen und Chancengleichheit im Hochschulzugang nachhaltig zu fördern. Offen, niedrigschwellig zugänglich, ehrenamtlich organisiert sowie bundesweit kostenfrei angeboten werden.
Sechs lokale Gruppen in Rheinland-Pfalz begleiten studieninteressierte Jugendliche kostenfrei
ArbeiterKind.de verfügt in Rheinland-Pfalz über Standorte in den Städten Kaiserslautern, Landau, Koblenz, Ludwigshafen, Mainz und Trier. Seit genau acht Jahren arbeitet ein Landes gefördertes Regionalbüro an der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen und sichert umfangreiche Koordination. Unter Leitung von Antonia Diaco entwickeln sich die Gruppen stetig weiter. Sie baut Brücken zwischen Studentenn und Ehrenamtlichen, steuert maßgeschneiderte Informationsangebote, vielfältige Workshops sowie Evaluationen und unterstützt so zielgerichtet Studieninteressierte aus nichtakademischem Elternhaus.
Landesregierung baut finanzielle und familiäre Hürden beim Studienzugang ab
Durch die gezielte Öffnung von Studienplätzen ohne Abitur und die Abschaffung der Zweitstudiengebühren verfolgt Rheinland-Pfalz ein integratives Konzept zur Bildungsgerechtigkeit. Wissenschaftsminister Clemens Hoch unterstreicht, dass dadurch finanzielle und familiäre Barrieren wirksam abgebaut werden. Dieses Vorgehen soll jungen Menschen aus unterschiedlichen sozialen Milieus einen selbstbestimmten und chancengleichen Hochschulzugang ermöglichen. Langfristig trägt es zur sozialen Mobilität bei, stärkt die Vielfalt an Universitäten und fördert innovative Entwicklungen im Forschungsbereich nachhaltig gesellschaftlich und wirtschaftlich.
Bundesvergleich: Rheinland-Pfalz erreicht Platz drei beim Studium ohne Abitur
Im März 2026 veröffentlichte das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) eine Auswertung, wonach Rheinland-Pfalz im Bundesvergleich auf Platz drei rangiert hinsichtlich des Zugangs für Studenten ohne allgemeine Hochschul- oder Fachhochschulreife. Das Land erzielt eine überdurchschnittliche Absolventenquote ohne Abitur und demonstriert damit die Wirksamkeit seiner inklusiven Bildungspolitik. Durch Abbau bürokratischer Hürden, individuelle Studienberatung und modulare Studienangebote fördert Rheinland-Pfalz konsequent Chancengleichheit und ermöglicht vielfältige Bildungsbiografien. Zusätzliche Mentoringprogramme und digitale Beratungsportale sichern die Nachhaltigkeit.
Regionale Präsenz und offene Studienzugänge fördern Bildungsgerechtigkeit in Rheinland-Pfalz
Die Landesförderung für ArbeiterKind.de und die personelle Aufstockung an der HWG Ludwigshafen ergänzen die hochschulpolitischen Maßnahmen in Rheinland-Pfalz. Studienanfänger ohne Abitur profitieren von offenen Zugängen und der Abschaffung von Zweitstudiengebühren. Sechs Regionalgruppen bieten niedrigschwellige Orientierung und persönliche Begleitung. Dieses Zusammenspiel freiwilliger Mentorinnen und Mentoren, staatlicher Öffnungspolitik und finanzieller Unterstützung fördert Chancengleichheit und hebt die Erfolgsquote nichtakademischer Studienanfänger dauerhaft spürbar an. Motivation, senkt Abbruchquoten, baut langfristig akademische Barrieren und dauerhaft ab.

