Karriereplanung: 11 Tipps, mit denen Sie Ihre Karriere strategisch planen und steil nach oben bewegen

Die Karriereplanung ist das Gegenstück zum „sich einfach treiben lassen“ und legt den Grundstein für den weiteren beruflichen Werdegang. Dabei muss ein solcher Karriereplan strategisch angegangen werden.

Strategische Karriereplanung: Mit der Weiterbildung zum Ziel

Der Begriff der Karriereplanung hört sich ein wenig altbacken an und scheint nur für verbissen an der Karriere Interessierte wichtig zu sein. Das ist aber ein Irrglaube, denn der Karriereplan legt den Grundstein für den weiteren Berufsweg bzw. zeigt schon frühzeitig auf, wo die berufliche Reise hingehen kann.

Dabei ist es wichtig, regelmäßig über die eigene Weiterbildung nachzudenken und sich eine passende Strategie für das Fortkommen zurechtzulegen. Mit einer Online Weiterbildung ist es ein Leichtes, Karriere und Fortbildung unter einen Hut zu bekommen.

Die Karriereplanung strategisch angehen

Die meisten Personaler schauen sich einen Lebenslauf an und bewerten diesen anhand der dargestellten fachlichen Anforderungen. Werden sie erfüllt oder nicht? Scheint eine Strategie hinter den Zertifikaten und Zeugnissen aus der Weiterbildung zu stecken?

Der Lebenslauf wird attraktiv, wenn der Personaler den Eindruck bekommt, dass hier jemand mit Ehrgeiz und Zielstrebigkeit vorgeht, dass diese Person ihr Ziel wirklich erreichen möchte und dafür auch eigene Fortbildungen nutzt.

Nicht zuletzt lässt sich aus einem solchen Lebenslauf eine Strategie erkennen: Hat der Bewerber gezielt daran gearbeitet, genau hier in dem Unternehmen zu landen? Der Karriereplan lässt sich dabei freilich nicht direkt nach der Ausbildung oder nach dem Studium erkennen, sondern wird erst nach einer gewissen Zeit der Berufstätigkeit und der Gelegenheit zu Weiterbildungen, Anpassungen und Qualifikationen erkennbar.

Einen Karriereplan erstellen heißt auch das Für und Wider aufzuschreiben. ( Foto: Shutterstock-fizkes)

Einen Karriereplan erstellen heißt auch das Für und Wider aufzuschreiben. ( Foto: Shutterstock-fizkes)

Die beste Strategie bei der Karriereplanung: Langfristige Ziele setzen

Wer einen Karriereplan erstellt, sollte sich langfristige Ziele setzen. Wo möchte man selbst in zehn oder 15 Jahren stehen? Was soll bis dahin erreicht worden sein?

Wichtig ist, hier realistisch vorzugehen, denn nur bei einem wirklich erreichbaren Ziel lassen sich auch die passenden Maßnahmen verfolgen, um ans Ziel zu kommen. Übertrieben gesagt: Wer in 20 Jahren „König der Welt“ sein möchte, wird das wahrscheinlich nicht erreichen. Wer aber für sich definiert, leitender Controller im Maschinenbauunternehmen zu sein, dürfte damit schon eher erfolgreich sein. Dabei ist die Selbstüberschätzung einer der häufigsten Fehler, die bei der Karriereplanung auftreten können.

Es gilt daher, die Karriere clever zu planen! Zu dieser Strategie gehört auch, sich über die eigenen Prioritäten im Leben klar zu werden. Ist Familie nicht ebenso wichtig oder sogar noch wichtiger? Kann die Karriere dafür zurückstehen? Oder soll beides parallel erreicht werden?

Strategische die Karriere planen: Selbstmarketing ist das A und O

Wer die Sache nun strategisch angehen möchte, muss sich in puncto Selbstmarketing bestimmte Ziele setzen. Dabei ist der Begriff des Marketings insofern selbsterklärend: Es geht darum, eine Sache auf dem Markt bestehen zu lassen, sie soll dort möglichst stark nachgefragt und zu hohen Preisen verkauft werden.

Möglich wird das, indem diese Sache die Wünsche der Zielgruppe erkennt und erfüllt, indem das eigene Angebot konkret auf diese Wünsche ausgerichtet ist. Das kann nun strategisch auf die Karriereplanung übertragen werden. Die eigene Qualifikation ist das Produkt, das an den Mann oder an die Frau gebracht werden soll. Der Preis dafür ist das Gehalt, das ein Unternehmen für dieses Produkt zahlen muss.

Der Lebenslauf muss daher unter dem Gesichtspunkt der Wunscherfüllung der Kunden betrachtet werden und muss entsprechend angepasst sein. Der Bewerber ist der Anbieter, das anstellende Unternehmen der Kunde. Allerdings ist es immer der Kunde, der eine Bewertung eines Angebots vornimmt!

Das Angebot kann lediglich so gut wie möglich sein. Damit das der Fall ist, muss die eigene Strategie für den Karriereplan angepasst werden. Weiterbildungen, Qualifikationen und Praxiserfahrung stehen ganz oben auf der Liste der Dinge, die selbst beeinflusst werden können und die auf keinen Fall vergessen werden dürfen.

Denn diese Dinge sind nachvollziehbare Fakten, die anders als die viel gelobte „Teamfähigkeit“ oder die „Belastbarkeit in Stresssituationen“ bereits vor der Einstellung eines Bewerbers beurteilt werden können.

Plant man seine Karriere betrifft das meist auch den Partner oder die Familie, sich zu beraten macht sicher Sinn. ( Foto: Shutterstock-fizkes)

Plant man seine Karriere betrifft das meist auch den Partner oder die Familie, sich zu beraten macht sicher Sinn. ( Foto: Shutterstock-fizkes)

Karriereplanung strategisch angehen: 11 Tipps, wie es mit einem Karriereplan bergauf gehen kann

Natürlich lässt sich jede Karriere planen, doch jeder Berufsweg ist anders. Niemand kann hier Äpfel mit Birnen vergleichen und alle Tipps auf die eigene Situation übertragen, zumal auch die Anforderungen in den einzelnen Jobs sehr verschieden sind.

Doch die Karriereplanung für Ingenieure unterscheidet sich nicht grundsätzlich vom Karriereplan für einen Betriebswirt. Hier die besten Tipps, wie sich eine Karriere planen lässt!

Tipp #1 für die eigene Karriereplanung: Eigene Erwartungen definieren

Es darf auf keinen Fall darum gehen, was Freunde und Verwandte wollen. Jeder, der seine Karriere planen möchte, sollte festlegen, was er oder sie selbst möchte. Soll die vertikale oder die horizontale Karriere angestrebt werden? Erstere sieht den Aufstieg im Unternehmen bis in die Managementebene vor.

Die horizontale Ebene hingegen lässt aus einem gut ausgebildeten Mitarbeiter eine Koryphäe werden. Gemeint ist damit die fachliche Ausbildung, die sich am Besten der Besten orientiert und immer weiter vorangetrieben wird. Jeder sollte selbst wissen, was individuell wichtig ist, welche Ziele erreicht werden sollen und ob Geld wirklich das Maß aller Dinge sein soll.

Die Meinungen des Partners, der Familie und der Freunde können natürlich mit herangezogen werden, maßgeblich sein sollten sie allerdings nicht.

Klar bespricht man die Karriereplanung mit anderen Menschen aber die Entscheidung sollte man doch eigenständig treffen. ( Foto: Shutterstock-Ahmet Misirligul  )

Klar bespricht man die Karriereplanung mit anderen Menschen aber die Entscheidung sollte man doch eigenständig treffen. ( Foto: Shutterstock-Ahmet Misirligul )

Tipp #2 für die eigene Karriereplanung: Eigene Stärken erkennen

Nur diejenigen, die genau wissen, was sie können (oder eben nicht), erreichen auch ihre Ziele. Sie wissen, auf welche Fertigkeiten sie vertrauen können und mit welchen Stärken sie individuell punkten werden. Genau auf diesen Stärken lässt sich aufbauen!

Wer genau weiß, dass das Halten großer Reden nicht zu den eigenen Stärken gehört, wird kaum Karriere in der großen Politik machen können und am Rednerpult Rede und Antwort stehen.

Wer als Handwerker ein Händchen für die versteckten Fehler an Fahrzeugen hat, darf sich in diesem Job ruhig selbst verwirklichen. Auch in scheinbar weniger „großen“ Jobs gibt es unzählige Aufstiegsmöglichkeiten, die berücksichtigt werden sollten. Wer seinen eigenen Stärken folgt, erreicht deutlich mehr!

Tipp #3 für die eigene Karriereplanung: Wege definieren

Die einmal gesteckten Ziele müssen auch erreicht werden. Aber wie? Wer seine Karriere planen möchte, muss daher auch die Wege für sich finden, wie die festgelegten Ziele in erreichbare Nähe rücken.

Sind nicht alle Fertigkeiten und Fähigkeiten zur Ausübung des Traumjobs vorhanden, müssen diese angeeignet werden. Welche Weiterbildungen, welches Zusatzstudium oder welche praktischen Erfahrungen vermitteln das noch fehlende Wissen oder Können?

Sind die möglichen Wege bekannt, ist es wiederum leichter, sich nach bestimmten Angeboten umzuschauen und zum Beispiel die eigene Weiterbildung in die Hand zu nehmen. Hier zeigt sich wieder, dass die Karriere strategisch und Schritt für Schritt angegangen werden kann.

Zu lange Planung macht keinen Sinn, schnell verwirft man seine Karrierepläne ( Foto: Shutterstock-fizkes)

Zu lange Planung macht keinen Sinn, schnell verwirft man seine Karrierepläne ( Foto: Shutterstock-fizkes)

Tipp #4 für die eigene Karriereplanung: Zwischenziele setzen

Alles schön und gut: In 10 Jahren soll Ziel X erreicht worden sein. Und bis dahin stellt sich längst Mutlosigkeit ein, denn das Ziel scheint noch so weit weg zu sein. Spätestens dann, wenn es Rückschläge oder vielleicht eine Kündigung gibt, wird an der Erreichbarkeit des Ziels gezweifelt und alles vergessen, was bisher schon erfolgreich war.

Es gilt daher, unbedingt Zwischenziele zu definieren. Diese können auf dem Karriereplan abgehakt werden und stellen bei jedem Betrachten des Plans einen Einblick in die schon erreichten Dinge dar. Sie geben Mut und zeigen auch in schwierigen Situationen, dass mit dem nötigen Ehrgeiz und nicht selten mit einem gewissen Maß Sturheit doch alles zu erreichen ist.

Tipp #5 für die eigene Karriereplanung: Helfer an die Seite holen

Nicht alles lässt sich ganz allein erreichen, ab und zu braucht jeder Hilfe. Wer könnte dann ein Ansprechpartner sein? Wer kann der Karriere einen kleinen Schubs in die richtige Richtung geben und wer steht einem zur Seite, wenn es mal schwieriger wird?

Zwar kann nicht jeder einen Mentor haben, doch vielleicht gibt es den einen oder anderen im Beruf Erfahrenen, der bei Fragen angesprochen werden kann und der Rat weiß. Dabei muss es nicht nur um fachliche Fragen gehen, sondern auch um den menschlichen Rückhalt und um Tipps zu Entscheidungen.

Tipp #6 für die eigene Karriereplanung: Auf Wettbewerber schauen

Natürlich soll sich niemand nur an anderen orientieren und zum Nachmacher werden. Eigene Wege sind gut und sollten immer das Ziel sein. Doch es kann ungemein hilfreich sein, auch zur Seite zur blicken und festzustellen, warum der Wettbewerber gerade in diesem Bereich, den man selbst weniger gut beherrscht, gut ist.

Was sind dessen Stärken und lassen sich diese auf die eigenen Schwächen anwenden? Charakterlicher Züge sind sicherlich schwerer einzuschätzen und auch kaum zu übertragen, doch wenn es beispielsweise um bestimmte Fachrichtungen geht, zu denen der Konkurrent das nötige Wissen hat und man selbst nicht, gehört zum Karriereplanen auch die Weiterbildung in genau diesem Fachgebiet dazu.

Nicht immer gelingt das Geplante, unter Umständen muss man auch Rückschläge einstecken. ( Foto: Shutterstock-_Olena Yakobchuk )

Nicht immer gelingt das Geplante, unter Umständen muss man auch Rückschläge einstecken. ( Foto: Shutterstock-_Olena Yakobchuk )

Tipp #7 für die eigene Karriereplanung: Nicht zu viel wollen

Häufig stellt sich Enttäuschung ein, weil ein Ziel nicht erreicht wurde oder weil ein Rückschlag als persönliche Niederlage zu stark bewertet wird. Es kann manchmal hilfreich sein, nicht zu viel zu wollen! Mit der Führungsposition im Unternehmen geht schließlich auch jede Menge Verantwortung einher, der Geschäftsführer muss eventuell persönlich für Fehler haften.

Vielleicht ist es gut, genau das nicht zu wollen und damit Probleme gar nicht erst zu bekommen? Sicherlich gehören dazu ein gehöriges Maß an Optimismus und der Glaube, dass der eigene Weg letzten Endes doch der richtige sein wird.

Tipp #8 für die eigene Karriereplanung: Eigene Wünsche nicht vernachlässigen

Wer seine Karriere planen möchte, sollte nicht vergessen, was im Job wichtig ist. Das Ziel lautet vielleicht, den Managerposten zu erlangen, doch dafür lebt es sich an der Spitze des Unternehmens recht einsam. Und waren es nicht gerade die nachmittäglichen Zusammenkünfte mit den Kollegen, die für mehr Spaß an der Arbeit sorgten?

Jeder sollte wissen, was er oder sie braucht, um im Job glücklich und zufrieden zu sein. Nicht immer lässt sich das aber mit der angestrebten Position im Unternehmen verbinden. Dann müssen Prioritäten gesetzt werden, die zugunsten des eigenen Wohlgefühls ausfallen sollten.

Tipp #9 für die eigene Karriereplanung: Wissen, wann man gut arbeitet

Wer effektiv arbeiten möchte, sollte unbedingt wissen, wann das überhaupt möglich ist. Zu welcher Tageszeit ist man selbst am produktivsten? Es bringt niemanden im Job voran, konsequent zwischen 07:00 und 09:00 Uhr morgens Höchstleistungen von sich selbst zu erwarten, wenn andererseits noch nicht einmal der erste Kaffee wirkt und die eigene Bestform erst gegen 11:00 Uhr erreicht wird. Wichtige Arbeiten werden daher besser nach hinten verschoben und danach umso besser erledigt!

Karriereplanung und die Ausführung macht viel Mühe aber wie toll ist es wenn die Prüfungen bestanden sind. ( Foto:  Shutterstock- Krakenimages.com_)

Karriereplanung und die Ausführung macht viel Mühe aber wie toll ist es wenn die Prüfungen bestanden sind. ( Foto: Shutterstock- Krakenimages.com_)

Tipp #10 für die eigene Karriereplanung: Am Netzwerk arbeiten

Sicherlich ist dies ein Punkt, der in allen Karrieretipps zu finden ist. Aus gutem Grund, denn er ist besonders wichtig! Wer auf ein belastbares Netzwerk zugreifen kann, wird immer jemanden finden, der weiterhilft.

Der jemanden kennt, der jemanden kennt, der … Nicht nur zur Erledigung bestimmter Aufträge auf der aktuellen Position kann ein solches Netzwerk hilfreich sein, sondern auch das altbekannte Vitamin B ist immer noch unerlässlich, um die gesetzten beruflichen Ziele zu erreichen.

Tipp #11 für die eigene Karriereplanung: Den richtigen Zeitpunkt erwischen

Wer gerade frisch von der Uni kommt, muss sich um die Karriere noch keine Gedanken machen. Der Grundstein wurde mit der Ausbildung bereits gelegt, eventuell liegt schon ein wenig praktische Erfahrung vor. Allgemein wird davon ausgegangen, dass der ideale Zeitpunkt, um die Karriere zu planen, zwischen dem 30. und dem 40. Lebensjahr liegt.

Was danach noch nicht in Angriff genommen wurde, wird meistens auch nicht mehr. Damit ist nicht nur die anvisierte Position in der Geschäftsführung gemeint, sondern auch die Festlegung, ob man selbst irgendwann selbstständig arbeiten und sein eigenes Unternehmen führen möchte oder ob das Leben als Angestellter nicht auch seinen Reiz hat. Lieber zu früh als zu spät planen!

Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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