Wie bewerbe ich mich richtig? Lebenslauf, Pflichtangaben, 11 Tipps, 3 häufige Fehler bei Online-Bewerbungen

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Vor dem Abschicken einer Bewerbung sollte sich jeder fragen: Wie bewerbe ich mich richtig? In jedem Fall muss die Bewerbungsmappe vollständig sein und Lebenslauf, Anschreiben und Qualifikationen enthalten.

Wie bewerbe ich mich richtig: Grundlegende Tipps

Einige grundlegende Aspekte spielen für den Erfolg einer Bewerbung eine Rolle. Damit ist nicht nur das Äußere sowie der Inhalt der Bewerbung gemeint, sondern auch die Wahl der Bewerbungsart und der passende Zeitpunkt.

Den idealen Zeitpunkt wählen

Nicht immer ist das maßgebliche Kriterium für den Erfolg einer Bewerbung die Vollständigkeit der Bewerbungsmappe, die passenden Qualifikationen oder ein Lebenslauf, der auf den ersten Blick beeindruckt. Manchmal muss ein Bewerber einfach damit klarkommen, dass er oder sie sich zum falschen Zeitpunkt beworben hat.

Die in vielen Unternehmen herrschende Sommerflaute schlägt sich auch bei den Bewerbungen nieder, und auch wenn diese komplett richtig und vollständig sind, kann es sein, dass das Unternehmen dankend (oder grußlos) ablehnt. Eine Bewerbung kann in den Monaten November bis Februar rund 6x erfolgreicher sein als im Rest des Jahres, haben Jobportale berechnet.

Ein Grund ist sicherlich die hohe Zahl an Schul- und Studienabgängern in den Monaten Juni und Juli und die für diese Menge vergleichsweise zu geringe Anzahl an Stellen. Pech für diejenigen, die sich im Sommer bewerben wollen? Nein, sie müssen die Frage „Wie bewerbe ich mich richtig?“ nur weitaus genauer beantwortet haben.

Einige grundlegende Aspekte spielen für den Erfolg einer Bewerbung eine Rolle. Damit ist nicht nur das Äußere sowie der Inhalt der Bewerbung gemeint, sondern auch die Wahl der Bewerbungsart und der passende Zeitpunkt. (Foto: Shutterstock-fizkes)

Einige grundlegende Aspekte spielen für den Erfolg einer Bewerbung eine Rolle. Damit ist nicht nur das Äußere sowie der Inhalt der Bewerbung gemeint, sondern auch die Wahl der Bewerbungsart und der passende Zeitpunkt. (Foto: Shutterstock-fizkes)

Wo ist die Bewerbung erfolgreich?

Eine Studie von Rundstedt hat gezeigt, dass sich die Deutschen am liebsten ganz klassisch im Unternehmen bewerben. Sie wollen sich eher dem Chef vorstellen als über Social Media eine kreative Bewerbung loszuschicken.

Die folgenden Ergebnisse wurden durch die Studie ermittelt:

  • Persönliche Vorstellung: 46 Prozent der Befragten
  • Online-Bewerbung über das Jobportal der Unternehmen: 43 Prozent der Befragten
  • Versand der Unterlagen per E-Mail: 32 Prozent der Befragten
  • Klassische Bewerbung per Post: 31 Prozent der Befragten
  • Kontaktherstellung zum Chef über Bekannte: 26 Prozent der Befragten
  • Kreative Bewerbung: 13 Prozent der Befragten
  • Nutzung von Business-Netzwerken: 7 Prozent der Befragten
  • Erstellung einer eigenen Bewerbungswebseite: 6 Prozent der Befragten
  • Nutzung sozialer Netzwerke: 3 Prozent der Befragten

Pflichtangaben in der Bewerbung

Wie bewerbe ich mich richtig? Klar, mit Anschreiben, Lebenslauf und Darstellung der eigenen Qualifikationen. Alles wird fein säuberlich in einer Bewerbungsmappe gebündelt und übergeben. Doch reicht das wirklich, um einen Bewerber von seinen Konkurrenten abheben zu lassen?

  • Welche Fragen müssen im Anschreiben beantwortet werden?
  • Welches Format ist richtig?

Auch diese Antworten sind für die Frage „Wie bewerbe ich mich richtig?“ relevant. Hier ein Überblick und wichtige Tipps für erfolgreiche Bewerbungen.

Wichtige Unterlagen für die Bewerbung im Unternehmen

Damit eine Bewerbung als richtig und vollständig eingestuft werden kann, sind die folgenden Unterlagen relevant:

  • Anschreiben und/oder Motivationsschreiben
  • Lebenslauf mit aktuellem Foto
  • Anlagen und Nachweise zu Qualifikationen, mit Zeugnissen und Empfehlungsschreiben
  • Deckblatt für die Bewerbungsmappe
  • 3. Seite mit Darstellung eigener Stärken und besonderer Eigenschaften (v. a. für die Ausbildungsplatzsuche)

Die letzten beiden Punkte sind kein Muss in der Bewerbungsmappe, wobei sich die Personaler im Unternehmen häufig genug uneins darüber sind, ob ein Deckblatt richtig ist oder nicht verlangt werden sollte. Es kann in jedem Fall nicht schaden!

Wie bewerbe ich mich richtig? Klar, mit Anschreiben, Lebenslauf und Darstellung der eigenen Qualifikationen. ( Foto: Shutterstock-stockfour _)

Wie bewerbe ich mich richtig? Klar, mit Anschreiben, Lebenslauf und Darstellung der eigenen Qualifikationen. ( Foto: Shutterstock-stockfour _)

Die äußere Form der Jobbewerbung

Nicht nur inhaltlich, sondern auch bezogen auf die äußere Form werden an eine Bewerbung hohe Anforderungen gestellt. Es geht hier um Sauberkeit und Ordentlichkeit, um die Wahl des passenden Fotos und generell darum, einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen.

Wer eine Bewerbungsmappe abliefert, die zwar tolle Qualifikationen darstellt und einen besonders positiven Lebenslauf oder ein erstklassiges Anschreiben beinhaltet, dafür aber mit Fettflecken und Eselsohren glänzt, wird kein Glück haben und wohl kaum zum Vorstellungsgespräch im Unternehmen eingeladen werden.

Wichtig daher:
Die Texte werden am Computer geschrieben und auf Rechtschreibung und Grammatik überprüft. Alles muss in das passende (einheitliche) Format gebracht werden, zudem sollte das Foto für den Lebenslauf vom Profi gemacht worden sein.

Pflichtangaben (Video)

Einige Daten müssen in jeder Bewerbung zu finden sein, wobei nicht alle wirkliche Pflichtangaben sind. In manchen Unternehmen ist es aber wichtig, über die Anzahl der Kinder eines Mitarbeiters Bescheid zu wissen, weil dies letzten Endes auch Planungssicherheit bedeutet. Allerdings weiß ein Bewerber nie, ob die Kinder vielleicht doch ein Ausschlusskriterium für einen Bewerber sein können.

Hier die besten Tipps zu den Pflichtangaben, die eine Bewerbungsmappe interessant machen:

  • Vollständige Daten

    Name, Adresse und Kontaktdaten müssen richtig und vollständig sein. Dies sollte vor dem Versenden der Bewerbungsmappe noch einmal überprüft werden.

  • Korrekte Anrede

    Es gehört ebenfalls zu den Pflichtangaben, den betreffenden Personaler korrekt mit seinem Namen anzureden. Meist steht ein Ansprechpartner in der Stellenausschreibung. Ist das nicht der Fall, sollte ein Bewerber versuchen, den richtigen Namen unbedingt vor dem Schreiben der Bewerbung herauszufinden. Dass sich weitere Angaben zum Unternehmen wie Name, Adresse und eventuelle Abteilung richtig benennen und schreiben, dürfte selbstverständlich sein.

  • Lebenslauf

    Die wichtigsten Pflichtangaben finden sich im Lebenslauf, der als Fließtext oder tabellarisch dargestellt werden kann.

    Hier müssen diese Punkte beinhaltet sein:

    1. Angaben zur Person
    2. Schulausbildung
    3. Ausbildung, Studium
    4. Berufserfahrung
    5. Interessen
    6. Besondere Fähigkeiten und Stärken
    7. Namen und Geburtsdaten der Eltern
    8. Evtl. Hobbys, wenn diese für die Stelle relevant sind

    Nicht verpflichtend ist hingegen die Angabe, ob Kinder vorhanden sind oder nicht. Zu einer diesbezüglichen Aussage ist ein Bewerber auch im Vorstellungsgespräch nicht verpflichtet! Karriereberater empfehlen sogar, Kinder nicht in den Bewerbungsunterlagen anzugeben, um nicht von den Personalern aussortiert zu werden. Sie raten jedoch dazu, im Vorstellungsgespräch ehrlich zu sein, sollte das Gespräch auf Kinder kommen. Bei Fragen nach einer Schwangerschaft hingegen sei Lügen erlaubt, denn diese Fragen verstoßen gegen das Allgemeine Gleichstellungsgesetz.

Video: Agentur für Arbeit Köln

Der Lebenslauf

Viele Bewerber sind schon mit den Fragen zur Formulierung der Anschreiben überfragt und benötigen entsprechende Tipps. Vor allem, wenn in der Stellenausschreibung nach Angaben zu Gehaltsvorstellungen gefragt wurde.

Hier bleibt nur, sich vorab über übliche Gehälter zu informieren und dabei die gesamte Branche und die Region, in der das Unternehmen, an das die Bewerbungsmappe gehen wird, ansässig ist, zu prüfen.

Oftmals sind deutliche regionale Unterschiede zu finden! Doch auch beim Formulieren des Lebenslaufs stellen sich Bewerber Fragen. „Wie bewerbe ich mich richtig und was muss im Lebenslauf eigentlich stehen?“

Der tabellarische Lebenslauf

Früher war ein Lebenslauf als Fließtext üblich, heute wird dies fast nur noch in Unternehmen gefordert, die Lebenslauf und Anschreiben einer Schriftanalyse unterziehen. Meist wird eher auf den tabellarischen Lebenslauf gesetzt, zumal dieser deutlich übersichtlicher für den Personaler ist. Wichtig ist hierbei, dass der Lebenslauf chronologisch notiert wird und mit dem aktuellsten Ereignis beginnt. Mögliche Qualifikationen werden damit so aufgelistet, dass die letzte Weiterbildung ganz oben steht.

Genannt werden sollen alle Stationen der beruflichen und schulischen Ausbildung, wobei die genauen Zeiträume ebenso zu nennen sind wie die Namen der Ausbildungsstätten und Schulen. Auch Praktika und Schnupperkurse können mit angegeben werden. Dazu kommen besondere Fähigkeiten und Kenntnisse, die für den Job wichtig sind. Vor allem Computer- und Sprachkenntnisse machen häufig den Unterschied, wenn zwischen zwei Bewerbern entschieden werden muss.

Zeugnisse im Lebenslauf

Zeugnisse und andere Nachweise über bestimmte Qualifikationen sind besonders wichtig und haben in der Regel Einfluss auf die Vergabe der Stelle. Das Abschlusszeugnis der Schule ist ebenso unverzichtbar wie ein Zwischenzeugnis, falls die Ausbildung noch nicht abgeschlossen sein sollte.

Ansonsten sind vor allem besondere Qualifikationen wichtig:

  • Sprachkurse,
  • Bescheinigungen über Weiterbildungen und
  • die Teilnahme an Seminaren

sind für den Lebenslauf bzw. die Anlagen zur Bewerbung wichtig. Dabei werden natürlich immer nur Kopien beigelegt und keine Originale!

Zeugnisse und andere Nachweise über bestimmte Qualifikationen sind besonders wichtig und haben in der Regel Einfluss auf die Vergabe der Stelle. ( Foto: Shutterstock-  Robert Kneschke )

Zeugnisse und andere Nachweise über bestimmte Qualifikationen sind besonders wichtig und haben in der Regel Einfluss auf die Vergabe der Stelle. ( Foto: Shutterstock- Robert Kneschke )

11 Tipps zur erfolgreichen Bewerbung

Wie bewerbe ich mich richtig? Die folgenden Tipps sind für alle Bewerber, die noch Fragen zur richtigen Bewerbung haben, relevant:

  • Anschreiben als zentraler Bestandteil

    Vor dem Formulieren des Anschreibens sollte sich der Bewerber klar machen, warum er sich überhaupt bewerben möchte. Das ist übrigens auch wichtig, wenn die Vorbereitung für das Vorstellungsgespräch ansteht, denn Fragen zur Motivation werden garantiert gestellt. Im Anschreiben sollte es zudem um das Unternehmen gehen, an das das Bewerbungsschreiben gerichtet ist. Warum gerade diese Firma und was hat sie zu bieten? An den daraus folgenden Formulierungen lässt sich erkennen, ob das Interesse an dem Arbeitsplatz wirklich ernsthaft vorhanden ist.

  • Eigene Stärken betonen

    Richtig ist, im Bewerbungsschreiben auch auf die eigenen Stärken hinzuweisen. Was kann ich besonders gut? Auch im Vorstellungsgespräch werden entsprechende Fragen gestellt werden und der oder die Angesprochene sollte schon darauf antworten können, warum ausgerechnet er oder sie genau die passende Person ist.

    Dabei gilt es, das passende Maß zu finden und nicht im Selbstlob zu versinken. Die Argumentationen sollten immer nachvollziehbar und objektiv sein, der (hoffentlich künftige) Arbeitgeber sollte die Ehrlichkeit dahinter erkennen können.

  • Rechtschreibfehler vermeiden

    Auch wenn die deutsche Sprache zugegebenermaßen einige Tücken bereithält, sollten Rechtschreib- und Grammatikfehler aus dem Bewerbungsschreiben unbedingt verbannt werden. Damit wirklich alles richtig ist, kann es sinnvoll sein, das Schreiben einem sprachlich versierten Bekannten zu geben.

    Denn auch hier schleicht sich eine gewisse Betriebsblindheit ein, die dazu führt, dass eigene Fehler kaum erkannt werden. Wer das Schreiben objektiv noch einmal liest, wird Flüchtigkeitsfehler bemerken, bevor der künftige Chef sie finden kann.

  • Die passende Länge des Anschreibens

    Angesichts zahlreicher Bewerbungen haben die meisten Personaler nicht die Zeit, ganze Bewerbungsromane zu lesen. Sie wollen kurz und knapp über die künftigen Mitarbeiter informiert werden. Eine A4-Seite gilt daher als angemessene Länge für ein Bewerbungsschreiben.

    Zu kurz sollte das Schreiben aber auch nicht werden, dann wird schnell fehlende Motivation unterstellt. Zudem sollten passende Schriftarten und -Größen gewählt werden, Formatierungen müssen einheitlich sein und Abstände korrekt.

  • Keine Langeweile aufkommen lassen

    Wenn der Personaler schon bei den ersten Sätzen des Anschreibens gähnen muss, ist etwas gehörig schiefgelaufen. Langeweile darf auf keinen Fall entstehen, denn dann hat der Personaler auch keine Chance, die positiven Seiten des Bewerbers kennenzulernen. Also nichts mit „Hiermit bewerbe ich mich auf Ihre Stellenanzeige Nr. …“, denn diesen Satz kann der Personaler längst im Schlaf herunterbeten. Der bessere Einstieg befasst sich damit, warum gerade dieses Unternehmen interessant ist oder welche der eigenen Stärken für den speziellen Job relevant ist.

  • Anschreiben mit Inhalten verfassen

    Nur, weil etwas auf dem Papier steht, heißt das nicht, dass das auch wirklich wichtig ist! Im Bewerbungsschreiben sollen die wichtigsten Gründe stehen, warum die betreffende Stelle ideal ist und was die sich bewerbende Person dafür auszeichnet, sich genau hier zu bewerben. Tipps für entsprechende Inhalte finden sich im eigenen Lebenslauf.

    Es kann zum Beispiel darum gehen, was die Aufgaben bei der letzten Anstellung waren oder wo zuletzt ein Praktikum absolviert worden ist. Der Chef sollte daraus erfahren, warum er sich mit dieser Bewerbungsmappe eingehender befassen sollte.

  • Erfahrungen richtig darstellen

    In Stellenausschreibungen wird meist nach bestimmten Eigenschaften gefragt: Es geht hier um

    • Teamfähigkeit,
    • Aufgeschlossenheit,
    • Kooperationsbereitschaft oder
    • handwerkliches Geschick.

    Nun sollten im Anschreiben diese Fähigkeiten natürlich nicht einfach erneut heruntergebetet werden, immerhin kann sich diese jeder zuschreiben und kein Personaler hat einen Grund, den Aussagen des Bewerbers zu glauben.

    Es ist daher ratsam, die genannten Eigenschaften mit einem Beispiel zu hinterlegen. Ein abgeschlossenes Projekt, das betreut wurde, eine Auslandserfahrung und besondere Aufgaben im früheren Unternehmen sind hier relevant.

  • Keine allzu festen Vorstellungen haben

    Häufig wird seitens der Stellen ausschreibenden Unternehmen darum gebeten, eigene Vorstellungen zu äußern. Diese müssen nicht nur das zu erwartende Gehalt beinhalten, sondern können sich auch auf Vergünstigungen oder allgemeine Regelungen in der Firma beziehen. Wer sich für eine Stelle bewirbt, sollte daher keine Urlaubsvorstellungen nennen, sofern er oder sie sich nicht sicher ist, wie der gesetzlich vorgeschriebene Urlaubsanspruch aussieht.

    Je nach Berufserfahrung ist es dann auch nicht nötig, sich auf das gesetzlich mögliche Minimum zu beschränken, sondern es können auch darüber hinausgehende Forderungen dargestellt werden. Ansonsten sollte sich ein Jobbewerber eher zurückhaltend zeigen und Vorstellungen lieber vage als allzu verbindlich formulieren.

  • Keine hochtrabenden Formulierungen verwenden

    Manche Menschen wollen bei ihrem künftigen Chef Eindruck schinden und verwenden statt der übliche Sprache Sätze, die mit Fremdwörtern gespickt sind. Diese können, wenn sie an der passenden Stelle platziert werden, durchaus richtig und sinnvoll sein, doch ein Bewerbungsschreiben muss nicht künstlich hochgestochen klingen. Kurze und prägnante Sätze sind oftmals die bessere Wahl und erleichtern sowohl das Lesen als auch das Verständnis.

  • Passende Schlussformel verwenden

    Wie soll der letzte Satz aussehen? Ideal ist es hier, einen angenehmen Abschluss zu finden, der nicht zu unterwürfig klingt, aber auch nicht nach einer Forderung. Wer sich bewirbt, hat kein Recht dazu, den Personaler zur Einladung zum Vorstellungsgespräch aufzufordern! Um es etwas verbindlicher zu halten, kann die Passage als „Ich freue mich auf das Vorstellungsgespräch“ formuliert werden. Dies zeigt, dass hier jemand davon ausgeht, mit seinem Schreiben überzeugt zu haben.

  • An alle Anlagen denken

    Die Bewerbungsmappe sollte lieber doppelt und dreifach kontrolliert werden, ehe sie sich auf den Weg zum Personaler macht. Nichts ist schlimmer und wirkt nachlässiger, als wenn Anlagen aufgelistet werden, die dann nicht in der Mappe zu finden sind. Zudem sollten diese Anlagen auch in der richtigen Reihenfolge eingeheftet werden, sodass sie mit den Angaben auf dem Anschreiben übereinstimmen.

Online-Bewerbung über das Jobportal der Unternehmen: 43 Prozent der Befragten (Foto: Shutterstock-insta_photos )

Online-Bewerbung über das Jobportal der Unternehmen: 43 Prozent der Befragten (Foto: Shutterstock-insta_photos )

Online-Bewerbungen als Alternative? (Video)

Online-Bewerbungen haben unbestritten einige Vorteile. Sie erreichen den Empfänger schneller und können meist ein wenig kürzer ausfallen. Das heißt aber nicht, dass sie weniger sorgfältig zusammengestellt werden dürfen! Sicherlich haben Online-Bewerbungen auch den Vorteil, dass hier digitale Inhalte mit angeheftet werden können.

So können Jobbewerber ein Video von einer besonders bedeutsamen Arbeit drehen, wenn sich ein solches anbietet. Doch viele Unternehmen begrenzen mittlerweile die Datenmenge bei derartigen Bewerbungen, sodass nicht alles mitgeschickt werden kann, was vielleicht mitgesendet werden sollte. Auch hier kommt es aber darauf an, die wichtigsten Unterlagen und Zeugnisse zu übermitteln.

Video: 10 Tipps für eine kreative Bewerbung | Galileo Lunch Break

3 häufige Fehler bei Online-Bewerbungen (Video)

Die folgenden Fehler werden in der Praxis besonders auffällig und lassen sich doch aber leicht vermeiden! Ein Tipp vorweg: Auch eine Online-Bewerbung will richtig angegangen sein und dazu gehört, sich auch auf das Vorstellungsgespräch vorzubereiten.

Viele Jobbewerber sind diesbezüglich planlos und scheinen über den persönlichen Kontakt mit dem Personaler schockiert, nachdem doch bisher alles online abgelaufen ist. Daher bitte auch bei diesen Bewerbungen weiter denken und das Vorstellungsgespräch entsprechend vorbereiten!

Hier nun die häufigsten drei Fehler bei Online-Bewerbungen:

  • Fehler #1: Keine Seriosität dargestellt

    Manche Jobbewerber finden es lustig, wenn sie E-Mail-Adressen verwenden, in denen Spitznamen, seltsame Abkürzungen oder Filmtitel vorhanden sind. Doch bei Bewerbern gilt synonym, was auch bei Unternehmen gilt: Die Adresse sollte seriös sein, damit der Absender ernst genommen wird. Die übliche Form Vorname.nachname@Anbieter.de hat sich inzwischen durchgesetzt und sollte in Online-Bewerbungen verwendet werden.

    Es kann sogar sinnvoll sein, sich eine separate E-Mail-Adresse einzurichten, die dann nur für die Bewerbungen genutzt wird. Dabei ist es wichtig, die Zeichenzahl zu begrenzen: Wer mehrere Vornamen hat, sollte diese nicht alle in die Adresse packen!

  • Fehler #2: Mehrere Dateien versenden

    Wenn sich auf eine Stelle mehrere Leute bewerben und jeder verschiedene E-Mails mit seinen Unterlagen schickt, stellt sich die Frage, wie der Personaler hier noch den Überblick behalten soll. Häufig gehen einzelne Mails dann verloren, werden in den Spam-Ordner verschoben und kommen dem Personaler nie zu Gesicht.

    Es ist daher ratsam, nur eine einzige Datei als Anhang zur E-Mail zu schicken und dort alle relevanten Dokumente zusammenzufassen. Lebenslauf, Anschreiben, Zeugnisse und weitere Dokumente werden notfalls als ZIP-Datei angehängt. Der Personaler erhält folglich eine E-Mail und diese beinhaltet alle wichtigen Daten und Unterlagen. Ein Nachschicken einzelner Dokumente sollte nur im Notfall erfolgen.

  • Fehler #3: Zu kreativ werden

    Sicherlich ist es in manchen Berufen optimal, eine kreative Bewerbung zu verfassen und abzusenden. Doch in eher klassischen Jobs werden keine kreativen Videos oder neue Formate gefragt. Wer damit auffallen möchte, sollte daher unbedingt zuerst herausfinden, ob diese Idee überhaupt ankommen kann.

    In kreativen Berufen sowie im Medienbereich können Arbeitsproben ideal sein, um dem Personaler ein Bild über die sich bewerbende Person zu ermöglichen. Wer sich für eine Stelle in der Bank bewirbt, kann damit zwar auch auffallen, wird aber eher negative Aufmerksamkeit erregen.

    Tipp: Werden kreative Videos oder eine Powerpoint für die Bewerbung genutzt, sollte natürlich deren Qualität stimmen. Daher bitte nur hochwertige Arbeiten übermitteln!

Video: 5 Schritte: Bewerben mit dem Handy – So geht’s!

2 wichtige Tipps zu Online-Bewerbungen

Tipp #1: Scans von Originalunterlagen

Arbeits- und Abschlusszeugnisse werden für eine Versand per E-Mail in der Regel eingescannt, da sie noch nicht digital vorliegen. Wichtig ist hier, dass diese Unterlagen in einer möglichst geringen Dateigröße erscheinen, denn viele Firmen begrenzen die mögliche Dateigröße auf 3 MB pro Bewerbungsschreiben. Gleichzeitig darf aber die Qualität der Scans nicht zu schlecht sein, denn die enthaltenen Daten sollten gut lesbar und leicht zu erkennen sein. Zwar müssen die Dokumente nicht zwingend farbig sein, doch es sollte klar werden, dass es sich um Originale handelt. Dies ist manchmal nur mit den originalen Farben deutlich zu machen.

Tipp #2: Fragen unbedingt beantworten

Auch wenn eine Online-Bewerbung recht schnell gehen kann: Sie sollte sorgfältig formuliert werden. Auf den Seiten der Firmen, die eine Stellenbewerbung direkt online ermöglichen, gibt es meist Eingabefelder, in denen nach bestimmten Themen gefragt wird.

  • Warum bewerben Sie sich hier?
  • Was ist Ihre Motivation zum Erfolg?
  • Was sind Ihre größten Stärken?

Diese und weitere Fragen werden später genau analysiert und sollten daher so gut wie möglich beantwortet werden. Es ist sicherlich verlockend, eine Online-Bewerbung so rasch wie möglich fertigzustellen und diese direkt an den Personaler zu übermitteln. Doch Bewerber sollten sich unbedingt Zeit für die Beantwortung der Fragen nehmen und diese korrekt und ausführlich beantworten. Bitte aber nicht zu ausführlich, Romane lesen will hier niemand!

Über den Autor

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Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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