Sommerpraktikum im Ausland

Schule ist fertig? Ein Sommerpraktikum im Ausland kann nützlich sein, um Chancen im späteren Arbeitsleben zu verbessern. Aber Spaß soll es auch machen, deshalb möchten viele Praktikanten gerne im sonnigen Süden Europas für ein paar Wochen oder Monate arbeiten.

Sommerpraktikum im Ausland: Die Welt steht Absolventen offen

Wer das Abitur in der Tasche hat, dem stehen viele Praktikumsstellen offen. Je nach Neigung kann man in Bereiche wie Tourismus oder Sport hereingehen. Diese sind ideal geeignet für ein Sommerpraktikum im Ausland. Wo könnte man eingesetzt werden? Auf Kreuzfahrtschiffen genauso wie in Wellness-Hotels. Als sportlicher Typ könnte man im Rahmen von einem Sommerpraktikum im Ausland Kinder in diversen Sportarten trainieren. Und das auf Wunsch in der ganzen Welt, in Peru genauso wie in Südafrika.

Video: Praktikum im Ausland – was muss ich wissen?

Traumziele liegen im mediterranen Raum

Viele zieht es aber aufgrund geographischer Nähe und wegen der hohen Lebensqualität in Länder wie Italien oder Spanien. Hier kann man im südlichen Klima ein Sommerpraktikum im Ausland verbringen und quasi nebenbei wertvolle Kontakte und Freundschaften sammeln, die manchmal ein Leben lang bestehen bleiben. Man kommt oft schneller in die Fremde als gedacht: Das Internet hat auch hier zu einer Revolution beigetragen. Ein paar Klicks und man hat vielleicht schon sein gewünschtes Sommerpraktikum im Ausland gefunden. Einfach die gewünschte Kategorien ankreuzen und sich die besten Angebote herausfiltern lassen. Das bestimmte Land, natürlich die exakte Tätigkeit und auch Fragen zu Übernachtung oder Gehalt sind in Sekundenschnelle nach der Recherche klar. Dabei gilt folgende Faustregel: Je ausführlicher die Angaben des Veranstalters sind, umso seriöser ist in den meisten Fällen das Sommerpraktikum im Ausland.

Sommerpraktikum im Ausland: Beherrschung von Fremdsprachen essenziell wichtig

Klar, eine Voraussetzungen sind meist notwendig, die gute Beherrschung der Landessprache sowie Englisch-Kenntnisse. Wer in einem Wellness-Hotel arbeitet und mit anspruchsvollen Gästen kommuniziert, muss souverän rüberkommen. Aber es lohnt sich, ein Sommerpraktikum im Ausland kann nur ein paar Wochen dauern, aber für ein ganzes Leben prägen. Das ist unbezahlbar, auch wenn der Lohn karg ist und man manchmal sogar drauf bezahlt. Kost und Logis sollten aber in jedem Fall im Angebot sein, gerade wer gehobenere Tätigkeiten wie Lehrveranstaltungen durchführt, sollte entlohnt werden oder dieses so heiß gewünschte Sommerpraktikum im Ausland eben ablehnen. Auch diese Option haben Menschen auf der Suche nach einem geeigneten Platz.

Für viele junge Menschen ein Traumziel: Ein Sommerpraktikum im Urlaub am Mittelmeer absolvieren und nach der Arbeit den Strand genießen. (#1)

Für viele junge Menschen ein Traumziel: Ein Sommerpraktikum im Urlaub am Mittelmeer absolvieren und nach der Arbeit den Strand genießen. (#1)

Wen kann ich ansprechen?

Wir haben hier mal einige wichtige Adressen von Anlaufstellen zusammengetragen, bei denen ihr Fragen stellen könnt.

#1 Vermittlungsstellen für Studenten

#2 Förderprogramme

  • „Informations- und Beratungsstelle für Auslandsaufenthalte in der beruflichen Bildung“
    www.go-ibs.de
  • Deutscher Akademischer Austauschdienst
    www.daad.de

#3 Vermittlungsagenturen

  • Mögliche Vermittler auf der Seite des Deutschen Akademischen Austauschdienstes
    https://www.daad.de/ausland/praktikum

#4 Firmenverzeichnisse, Anlaufstellen

Sommerpraktikum im Ausland an der oberen Adria

Wen es im Sommerpraktikum im Ausland nach Italien zieht, findet an der oberen Adria viele traumhafte Gegenden, wo man Arbeit und Vergnügen perfekt kombinieren kann. Zum Beispiel in der wohlhabenden Emilia-Romagna. Dort finden sich in der Nähe von Ravenna Orte wie Cervia oder Cesenatico, die ideal für eine Tätigkeit auf Zeit geeignet sind und auch abseits des Praktikums viel Abwechslung bieten.

Arbeit und Vergnügen kombinieren: Freizeitangebote in der Emilia-Romagna

Ein Ort wie Cervia verfügt nicht nur über Strand und Meer mit den üblichen Aktivitäten im Wassersport oder im Relaxen. Nein, hier können Praktikanten auch einmalige Naturerlebnisse genießen. Im Ortsteil Milano Marittima zum Beispiel befinden sich die berühmten Salinen, wo Salz extrahiert wird (ein besonders „süßes“ Salz), das schon früheren Päpsten in der Zeit der Renaissance geschmeckt hat.

Heute sind die Salinen ein Naturpark unter anderem mit Hunderten roten Flamingos und vielen weiteren Vogelarten als Rast- oder Zugvögeln. Der ideale Ort, um nach einem Sommerpraktikum im Ausland einmal abzuschalten. Oder man ist alternativ in einer guten Viertelstunde am Strand und feiert eine Beachparty. Genau so sollte ein Praktikum nach Meinung vieler aussehen: Man lernt fürs leben, zum Beispiel in einem Hotel, und genießt die knappe Freizeit umso mehr.

Ein Sommerpraktikum im Ausland bringt viel Wissen und viele neue Kontakte mit. Es kann deshalb zu einer wichtigen Station im Leben werden. (#2)

Ein Sommerpraktikum im Ausland bringt viel Wissen und viele neue Kontakte mit. Es kann deshalb zu einer wichtigen Station im Leben werden. (#2)

Sommerpraktikum im Ausland: Beispiele aus einem Hotel

Traumberuf Hotelmanager? Das können Praktikanten im Sommer einmal herausfinden. An der Adria genauso wie in den bayerischen Bergen oder an der Nordsee. Es geht um übliche Tätigkeiten, die im Prinzip in jedem Hotel der Welt so auftauchen können:

  • Tätigkeiten im Front Office am Empfang
  • Organisation des Hotelzimmer-Service (auf Wunsch 24 Stunden)
  • Pflege der Hotelräume
  • Gemeinsam mit dem Küchenchef die Organisation im Bereich „Essen und Getränke“ übernehmen
  • Unterstützung in der allgemeinen Verwaltung und Hoteldirektion
  • Buchhaltung als spezielle Praktikanten-Tätigkeit

Wer einmal um die drei Monate in einem Hotel ein Sommerpraktikum absolviert hat, weiß ob es die Berufung fürs Leben sein kann. Entweder man mag den Trubel mit ständig neuen Gästen und ihren Sonderwünschen. Dann kann man Hotelmanager werden. Oder man liebt es vielleicht ruhiger. Dann kommen unter Umständen auch in der Verwaltung des Hotels Tätigkeiten infrage.

Spaß haben und trotzdem eine Menge lernen: Das sollte das Ziel eines Sommerpraktikums im Ausland sein. (#3)

Spaß haben und trotzdem eine Menge lernen: Das sollte das Ziel eines Sommerpraktikums im Ausland sein. (#3)

Nutzen eines Praktikums in der Fremde

Hat man überhaupt keine Lust auf Hotels? Auch dann war es eine wertvolle Erfahrung, im Ausland ein paar Wochen verbracht und Kontakte zu Menschen aus anderen Kulturen geknüpft zu haben. Vielleicht ist das nächste Praktikum genau das richtige und eine gute Entscheidung fürs Leben. Vorab sollte immer einiges geklärt werden:

Wissenswertes zum Praktikum im Ausland:

Wie hoch sind meine finanziellen Möglichkeiten?
Die Dauer des Praktikums?
Was für ein Land interessiert mich?
In welcher Branche sollen Erfahrungen gesammelt werden?

Im Internet tummeln sich viele Anbieter. Sie versprechen Interessenten ein optimales Praktikum, was meistens Geld kostet. Bevor man Euros überweist, lohnt in der Regel ein unverbindlicher Blick. Ein Sommerpraktikum im Ausland kann die Persönlichkeit positiv beeinflussen. Das ist dann mehr wert als die Euros, welche man investiert hat, um eine Vermittlung in Anspruch zu nehmen.

Interessierte bekommen auf den Seiten des DAAD (Deutscher Akademischer Auslandsdienst) erste wichtige Informationen:

https://www.daad.de/ausland/praktikum/de/

Egal, ob das Sommerpraktikum im Ausland in Italien oder den Wäldern des Amazonas stattfindet: Ein Praktikum gehört immer zu den Erlebnissen, welche man in seinem Leben nie vergessen wird.

Warum eigentlich ein Praktikum im Ausland absolvieren?

  • Der Praktikant stärkt seine soziale Kompetenz (die sogenannten Soft Skills)
  • weltoffener durch internationale Kontakte
  • es wird die Welt mit anderen Augen betrachtet, der berühmte Blick „von außen“ auf das eigene Land und die eigene Persönlichkeit
  • ein Netzwerk aus globalen Kontakten verbessert berufliche und persönliche Chancen im Leben

Sommerpraktikum im Ausland: Auch deutschsprachige Länder bieten Perspektiven

Wenn es nicht zu viel in die Fremde gehen soll, können Praktikanten sich auch in Ländern wie Österreich und der Schweiz für ein Sommerpraktikum bewerben. Die Sprachbarriere entfällt und beide Staaten besitzen eine hervorragend ausgebaute Infrastruktur. In der Hotel- und Tourismusbranche sowieso aber auch im Ingenieurbereich oder in technischen Berufen.

Egal, wo man für ein paar Wochen oder Monate seine Zeit mit Tätigkeiten verbringt: Der persönliche Gewinn ist meist vorhanden. Das bestätigen immer wieder ehemalige Praktikanten, die jetzt in den Chefetagen von Hotels oder Unternehmen sitzen und alle Erfahrungen wertschätzen, die sie erlebt haben. Positive wie negative. Denn man lernt eigentlich immer aus Erfahrungen.

Sommerpraktikum im Ausland: Stichwort Bezahlung

Natürlich: Jeder Sommerpraktikant hat auch das Ziel, für seine Tätigkeit bezahlt zu werden. In der Wirklichkeit handelt es sich in der Regel um unbezahlte Praktika, aber wer sich auf die längere Suche begibt, hat Chancen, selbst bei einem Sommerpraktikum etwas hinzuzuverdienen.

So erreicht man das Ziel eines bezahlten Praktikums

  • Recherche, wie teuer das Leben im jeweiligen Land ist
  • Mit dem Arbeitgeber reden, dass zumindest Kosten für Unterkunft und Verpflegung gezahlt werden (Verhandlungsgeschick wichtig!)
  • oft wird nur ein längeres Praktikum im Ausland entlohnt (etwa 6 – 9 Monate)
  • fragen, ob wenigstens mögliche Kosten für die Krankenversicherung übernommen werden
  • vor Beginn exakt klären, was man für Rechte und Pflichten hat (Zeiten mit Unterschrift schriftlich notieren) und wie letztendlich die Finanzierung des Praktikums geregelt wird.

Haben sich in der Folge alle Fragen zur Zufriedenheit gelöst, beginnt das Sommerpraktikum im Ausland mit einem guten Gefühl und jede Menge Vorfreude. Tipp: Bereits im Vorfeld bieten Foren im Internet wertvolle Hilfen, so dass Praktikanten super vorbereitet in den Flieger starten und die Arbeit auf Zeit beginnen können.

Fazit zum Sommerpraktikum im Ausland: Erst nachdenken, recherchieren und dann das Traumpraktikum buchen

Ein Sommerpraktikum am Mittelmeer ist eines der beliebtesten Wünsche für Praktika. Freilich, es geht hier nicht nur um Ferien machen. Der Praktikant soll etwas lernen und davon am besten sein ganzes Leben lang profitieren. Es ist deshalb ein zweischneidiges Schwert, diese Praktika unter südlicher Sonne zu verbringen. Die Ablenkung könnte zu groß sein. Der Wunsch, etwa Party zu machen, wichtiger zu sein als die Pflichterfüllung, zum Beispiel in einer Wellness-Einrichtung, sein Sommerpraktikum im Ausland zu verbringen.

Diese Haltung zum Laissez-faire kann noch gefördert werden, weil viele Praktika nicht entlohnt werden. Das ist ärgerlich und aus diesem Grund sollten potentielle Praktikanten umso stärker nach einem richtigen Praktikumsplatz suchen, der ihnen zumindest Kost und Logis ersetzt. Eventuell hat man auch noch ein paar mehr Fähigkeiten, Computerkenntnisse zum Beispiel, und kann dem Arbeitgeber auf Zeit auch bei EDV-Problemen helfen. Denn man sollte sich so wertvoll wie möglich machen und so das Beste aus dem Sommerpraktikum im Ausland herausholen.

Positiv: Sich im Praktikum unersetzlich machen

Es kann sich wirklich lohnen und je mehr man sich im Unternehmen einbringt, umso dankbarer und in den meisten Fällen auch finanziell großzügiger zeigt sich die entsprechende Anbieter von Praktika. Das ist umso wichtiger, je weiter man entfernt das Praktikum absolviert. In der Adria und damit einem EU-Land unterscheiden sich die Verhältnisse schon sehr stark von Ländern aus Südamerika mit ihren ganz eigenen Problemen. Übrigens: Wer sich während des Praktikums unersetzlich macht, ist umso glücklicher, weil Chef oder Vorgesetzte in vielen Dingen auf ihn angewiesen sind. Und generell gilt: Je mehr Tätigkeiten übernommen werden, umso besser sieht das spätere Zeugnis oder der Eintrag im Lebenslauf aus. Aus Erfahrung kann man sagen, dass die meisten Praktikanten am Ende selbst von ihrem Engagement profitieren. Und zwar überall auf der Welt.


Bildnachweis: © Shutterstock Titelbild: Ross Petukhov -#1: vulcano -#2: Rido -#3: Darko Manasic

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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